IDM und Prinz Franz Preis 2008
Mit AUT 177 und AUT 167 fanden leider nur zwei österreichische Drachen
den Weg zur heurigen Int. Deutschen Meisterschaft am Starnberger See.
Mit großem Aufwand wurde im Münchner Yacht Club eine Doppelmeisterschaft
durchgeführt – zuerst H-Boot, dann Drachen – die MYC-Segler
halfen der jeweils anderen Klasse in allen möglichen Funktionen.
Wir fühlten uns in der ganzen Zeit als sehr willkommene Gäste und
trotz der leider sehr schlechten Windsituation war die Stimmung immer bestens.
Täglich wurden Veranstaltungen angeboten, nicht aufgedrängt –
das Angebot war aber doch stets überzeugend.
Beginnend mit einer netten Begrüßung inkl. Vorstellung der 58 Crews
und Überreichung der Erinnerungspreise, Tagessiegerehrungen, Gala-Abend
mit Show bis hin zur Party der Jugendabteilung erlebten wir ein stimmiges
Programm, in das sehr viele Mitglieder des MYC involviert waren. Eine runde
Sache eben.
Der Bewegungsradius der Crews wurde durch einen SMS-Service der Regattaleitung
erheblich vergrößert – eine sicher sehr positive Maßnahme
zur Verhinderung eines Lagerkollers.
Seglerisch war die IDM kein Hit – je eine Wettfahrt am Montag und Dienstag
Abend mit sehr leichten Winden und einem überlegenen Siegerboot Markus
Glas / Laurent Risterucci / Andreas Lohmann. Bei dem wenigen Wind gab es am
ersten Tag einige OCS und Z-Strafen, leider waren auch Stefan Deschka / Peter
Müller / Christian Scheinecker mit dabei – was in Summe Platz 45
ergab.
Uns (Anne Pasemann vom MYC und Helmut Wollner begleiteten mich) erging es
mit den Plätzen 16 und 12 besser, entkamen wir in Wft 2 doch eher durch
Zufall als durch Können dem großen Flautenchaos an der Leetonne
– in Summe ein 7.Platz.
Nicht mangels Wind, sondern schon vorher fixiert, verlies uns AUT 177 und
wir blieben das einzige österreichische Boot beim Prinz Franz
Preis im BYC. Mit 44 Teilnehmern heuer nicht so voll besetzt, wie
wir es dort schon erlebt haben. Manche hatte einfach schon genug gewartet,
andere waren bei der WM. Leider konnte nur am Samstag gesegelt werden, das
allerdings bei 2-3 Bft. Der Sieger ebenso souverän wieder Markus Glas,
diesmal mit anderem Boot und anderer Crew (Jan Hoffmann/Horst Eibel)…….unglaublich!
Das Ergebnis zeigte wieder bekannte Gesichter an vorderster Front: Houdek,
Plettner, Schattan, Rappel…… und uns auf Platz 9. 11 – Wiedergutmachung
– 12 , was war passiert ?
Ca. 5 Min nach dem Start zur 2. Wft. wollte bei uns ein anderer Drache fast
rechtwinkelig durch die Genua und über die Ecke des Kajütdaches
an Bord steigen. Er erkannte, dass im Cockpit zu wenig Platz ist und verdrollte
sich wieder, nicht ohne am Süllrand seine Spuren zu hinterlassen. Fast
hätte er unsere Anne dabei auch noch mitgenommen….. dass hätte
tatsächlich böse ausgehen können. Schrammen, verdrehtes Kreuz
und Blutergüsse sind alles andere als angenehm, ließen aber letztendlich
ein „Gott sei Dank ist nicht mehr passiert“ zurück.
„Es lebe der Sport“ sang ein österr. Barde und „ein
Crash macht den Grand Prix erst richtig fesch“…… dachten
wir uns auch und fuhren mit zugepflastertem Rumpf, Ersatzgenua und notdürftig
geflicktem Holepunkt die 3. Wettfahrt. Manche Dinge spürt man erst, wenn
der Schock nachlässt – sonst wäre Anne da vielleicht nicht
so dafür gewesen.
Am Abend glaubten viele zu wissen warum unser Boot AEGIR schmerzlos heißt,
manch Feinfühliger erahnte sogar, warum Anne eine langärmelige Dirndlbluse
wählte……
…….ALLES in ALLEM trotzdem eine schöne, erholsame Urlaubswoche bei bayerischen Segelfreunden !
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